Raffael Winkler, Studierender des Bachelor-Studiengangs StartUp Management am IMC Krems, berichtet von seiner Teilnahme am Blended Intensive Programme (BIP) „Multicultural Communication Skills in Voluntary Work“ – einer innovativen Lernerfahrung, die internationale Zusammenarbeit und praxisnahe Erfahrungen vereint.
Story
Studieren, vernetzen, wachsen: Lernen über Grenzen hinweg

Neben Raffael nahmen auch weitere IMC Studierende aus unseren Bachelor-Studiengängen Business Administration, Unternehmensführung und Digitales Management und unserem Master-Studiengang Management von Gesundheitsunternehmen teil. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff BIP und warum lohnt sich die Teilnahme?
Was sind Blended Intensive Programmes (BIPs)?
BIPs sind spezielle Kurzprogramme, die von Hochschulen in ganz Europa angeboten werden. Sie kombinieren digitale Lernphasen mit einer intensiven Präsenzwoche vor Ort. So können auch jene internationale Erfahrungen sammeln, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, längere Zeit im Ausland zu verbringen.
Ziel ist es, Studierenden und Lehrenden von verschiedenen Hochschulen die Möglichkeit zu geben, Erlebnisse im Ausland zu sammeln, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Programme sind interdisziplinär ausgerichtet und fördern den Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen und Kulturen.
Der erste Eindruck: Internationales Lernen von Anfang an
Schon zu Beginn des Programms spürte Raffael die besondere Energie: Menschen aus ganz Europa, neue Sprachen, neue Perspektiven – und mittendrin er. Für ihn war das BIP mehr als nur eine Lernerfahrung: Es war die Chance, über den eigenen Tellerrand zu blicken, Freundschaften zu schließen und gemeinsam an spannenden Projekten zu arbeiten.
Bereits die ersten Online-Sessions machten den internationalen Spirit greifbar. Besonders die Pecha-Kucha-Präsentationen blieben Raffael in Erinnerung: kurze, prägnante Vorstellungen, die schnell Gemeinsamkeiten sichtbar machten und den Einstieg erleichterten.
Interaktive Online-Formate und neue Perspektiven
In den folgenden Einheiten arbeiteten die Studierenden in sogenannten Learning Cafés intensiv zusammen. Dabei setzten sie sich mit den kulturellen Dimensionen nach Hofstede und Trompenaars auseinander.
Ein weiteres Highlight waren die Kulturpräsentationen. Raffael stellte die Wiener Ballkultur und den Walzer vor und konnte dabei auch persönliche Erfahrungen einbringen. Gleichzeitig lernte er viel über andere Kulturen – besonders beeindruckt hat ihn eine interaktive Präsentation zur italienischen Gestik, die zeigte, wie stark Kommunikation auch nonverbal funktioniert.
Persönliches Learning: Interkulturelle Kommunikation im Alltag
Neben den Lehrveranstaltungen setzte sich Raffael auch mit wissenschaftlichen Perspektiven auseinander, etwa zum Thema Vertrauen in internationalen Kontexten. Diese Erkenntnisse konnte er direkt in seinem eigenen Projekt anwenden, bei dem er mit internationalen Studierenden arbeitet. Besonders wichtig wurde für ihn die Fähigkeit, Kommunikationsstile bewusst anzupassen und unterschiedliche kulturelle Erwartungen zu berücksichtigen.
Präsenzphase in Finnland: Ankommen in Oulu
Die Intensivwoche in Oulu brachte schließlich alles zusammen. Neben dem ersten persönlichen Treffen mit den internationalen Studierenden erlebte Raffael auch die finnische Lebensweise hautnah. Besonders prägend waren für ihn die langen Tage mit nahezu durchgehendem Tageslicht sowie die starke Verbindung zur Natur.
Freiwilligenarbeit mit lokalem Bezug
Ein zentrales Element der Präsenzphase war die Freiwilligenarbeit. Raffael war unter anderem im „Hyvän Mielen Talo“ tätig, wo er an gemeinsamen Aktivitäten der Einrichtung für psychische Gesundheit teilnahm.
Zusätzlich arbeitete er beim Projekt „Kesän sauna“, einer schwimmenden Sauna, die von Freiwilligen betrieben wird. Die Arbeit dort ermöglichte ihm einen besonderen Einblick in die finnische Alltagskultur.
Austausch mit lokalen Communities
Der Kontakt mit lokalen Studierenden, NGO-Vertreterinnen und -Vertretern und Freiwilligen war für Raffael besonders wertvoll. Diese Begegnungen ermöglichten authentische Einblicke in den Alltag und die gesellschaftlichen Strukturen Finnlands.
Am Ende der Woche präsentierten die Studierenden ihre Projekte auf der Insel Hailuoto. Neben den Präsentationen bot der Tag auch Gelegenheit, die gemeinsame Zeit reflektierend abzuschließen.
Zeit für Erkundungen
Ein fixer Bestandteil des Programms war die Exkursion ins Naturgebiet Pilpasuo. Die gemeinsame Zeit in der Natur bot nicht nur Abwechslung, sondern auch Raum für informellen Austausch innerhalb der Gruppe.
Neben dem offiziellen Programm hatte Raffael auch die Gelegenheit, Finnland zu entdecken. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden erkundete Raffael die abgelegene Insel Varjakka. Die Kombination aus Natur, Geschichte und gemeinsamer Entdeckung machte diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Weit mehr als „nur“ Unterricht
Sein Highlight des Programms? Die vielen Begegnungen – ob im Seminar, bei der Freiwilligenarbeit oder bei gemeinsamen Aktivitäten. Besonders die persönlichen Gespräche und der kulturelle Austausch haben das Programm für ihn geprägt.
Für Raffael war das BIP eine intensive Zeit voller neuer Eindrücke, die ihn sowohl fachlich als auch persönlich wachsen ließ – und die zeigt, wie wertvoll internationale Lernerfahrungen sein können.


