Anlässlich des Welt-Ergotherapie-Tages am 27. Oktober, der 2026 unter dem Motto „Participation Matters“ steht, rückt auch die gesellschaftliche Bedeutung der Ergotherapie ganz bewusst in den Fokus. Wie können Ergotherapeut*innen aus guten Ideen nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln? Genau hier setzt das neue Erasmus+-Projekt SO-OT – Social Entrepreneurship in Occupational Therapy Education an. Unter der Leitung des IMC Krems entwickeln Hochschulen aus Albanien, Österreich, Finnland, Rumänien und Spanien ein gemeinsames Lehrmodul, das Social Entrepreneurship stärker in der Ausbildung von Ergotherapeut*innen verankern soll. Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist im Oktober 2026 gestartet.
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Soziale Innovation für die Ergotherapie: Europäisches Erasmus+-Projekt SO-OT startet am IMC Krems

Von der Ergotherapie zur sozialen Innovation
Ergotherapeut*innen unterstützen Menschen dabei, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dabei entstehen vielfach innovative, gemeindenahe Ansätze, die auf konkrete gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Was bislang häufig fehlt, sind strukturierte Kompetenzen, um aus solchen Ideen nachhaltige und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Genau hier setzt SO-OT an. „Ergotherapeut*innen bringen bereits viele Fähigkeiten mit, die für soziale Innovation entscheidend sind: Sie arbeiten lösungsorientiert, entwickeln gemeinsam mit Menschen und Gemeinschaften passende Angebote und orientieren sich an konkreten Bedürfnissen. Mit SO-OT wollen wir diese Kompetenzen um unternehmerisches Denken sowie Wissen über nachhaltige Umsetzung und Finanzierung ergänzen“, erklärt Barbara Prinz-Buchberger, Projektleiterin, Studiengangsleiterin Ergotherapie und Institutsleiterin Therapie- und Hebammenwissenschaften am IMC Krems.
Ein gemeinsames Lehrmodul für Europa
Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines berufsspezifischen Lehrmoduls zu Social Entrepreneurship in der Ergotherapie. Dafür werden zunächst Bedarfe, Kompetenzen und Best-Practice-Beispiele aus den Bereichen Ergotherapie und Social Entrepreneurship in den beteiligten Ländern erhoben. Lehrende werden anschließend in einem Teach-the-Teacher-Programm auf die Vermittlung der Inhalte vorbereitet.
Das entwickelte Modul wird mit Studierenden erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Nach Abschluss des Projekts soll es als frei zugängliche Ressource auch anderen europäischen Hochschulen zur Verfügung stehen und perspektivisch auf weitere Gesundheits- und Sozialberufe übertragbar sein.
„Unser Ziel ist ein praxisnahes und wissenschaftlich fundiertes Modell, das über die Projektlaufzeit hinaus genutzt werden kann. So wollen wir zukünftige Ergotherapeut*innen dabei unterstützen, aus gesellschaftlichen Herausforderungen nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, so Prinz-Buchberger.
Expertise aus Krems für ein europäisches Projekt
Am IMC Krems bringt ein fünfköpfiges IMC Krems-Team seine Expertise in das internationale Projekt ein: Barbara Prinz-Buchberger, Barbara Bachmann, Hannes Außermaier, Christine Spevak und Tanja Ihden.
Das Erasmus+-Projekt SO-OT läuft von Oktober 2026 bis August 2029. Gemeinsam mit den internationalen Partnerhochschulen arbeitet das IMC Krems daran, Social Entrepreneurship nachhaltig in der Ergotherapie-Ausbildung zu verankern und damit neue Perspektiven für soziale Innovation, Teilhabe und gesellschaftliche Herausforderungen zu eröffnen.

