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Neues methodisches Toolkit für digitale Serviceforschung veröffentlicht

Neue IMC Krems Publikation in Q1 Journal of Service Theory and Practice

Die Digitalisierung verändert nicht nur Märkte und Unternehmen, sondern auch die wissenschaftliche Forschung selbst. Mit der Veröffentlichung des Artikels „Digital praxiography: a qualitative research toolkit for capturing digital service-related practices“ im renommierten Journal of Service Theory and Practice (Q1) leistet das IMC Krems gemeinsam mit internationalen Partneruniversitäten einen wegweisenden Beitrag zur Weiterentwicklung qualitativer Methoden im digitalen Raum.

Der Beitrag wurde von Prof.(FH) Mattia Rainoldi, PhD, MSc, BA (IMC Krems) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Adele Ladkin (Bournemouth University), Prof. Dr. Dimitrios Buhalis (Bournemouth University) und FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Barbara Neuhofer, BA, MA, PhD (FH Salzburg) entwickelt.
 

Prof.(FH) Mattia Rainoldi, PhD, MSc, BA (IMC Krems) mit seiner aktuellen Publikation zur Digital Praxiography im renommierten Journal of Service Theory and Practice (Q1) – ein innovatives Toolkit für die digitale Serviceforschung.

Neue Wege der qualitativen Forschung

Im Zentrum steht die Einführung der „Digital Praxiography“ – eines methodischen Ansatzes, der klassische praxiografische und netnografische Prinzipien erweitert, um digitale servicebezogene Praktiken systematisch zu erfassen und zu analysieren.

Während die Netnografie bislang vor allem digitale Gemeinschaften und Interaktionen untersucht, eröffnet die digitale Praxiografie ein tieferes Verständnis für praktische Handlungen, Routinen und Verhaltensweisen in digitalen Serviceumgebungen. Damit schließt sie eine Lücke in der methodischen Landschaft und bietet Wissenschaftler*innen ein präzises Toolkit zur Datenerhebung und -analyse in digitalen Kontexten.
„Die digitale Transformation erfordert nicht nur neue Lösungen in Unternehmen, sondern auch innovative Forschungsansätze, um diese Entwicklungen zu verstehen und wissenschaftlich einzuordnen“, betont Prof. Rainoldi. „Mit der digitalen Praxiografie haben wir ein Werkzeug entwickelt, das diese Lücke füllt und sowohl in der Service- als auch in der Tourismusforschung neue Perspektiven eröffnet.“

Bedeutung für Forschung und Praxis

Das Konzept wurde in einem iterativen und interpretativen Review-Prozess entwickelt und vereint unterschiedliche theoretische Perspektiven. Das Ergebnis ist eine Methodologie, die flexibel anwendbar ist – sowohl auf rein digitale als auch auf digital vermittelte Serviceumgebungen.
Die Veröffentlichung unterstreicht die internationale Sichtbarkeit und Relevanz der Forschungsarbeit am IMC Krems. Sie zeigt, wie die Hochschule aktiv an der Gestaltung der digitalen Zukunft des Service- und Tourismussektors beteiligt ist – nicht nur inhaltlich, sondern auch auf methodischer Ebene.

Zum Artikel: Der vollständige Artikel ist im Journal of Service Theory and Practice erschienen und hier abrufbar:  Digital praxiography: a qualitative research toolkit for capturing digital service-related practices