Wie kann der Wald zur Gesundheit beitragen und wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse in Prävention, Therapie und Gesundheitsversorgung nutzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 8. Internationale Kongress der International Society of Forest Therapy (ISFT), der von 13. bis 15. Oktober 2026 am IMC Krems stattfand. Wissenschaftler*innen, Mediziner*innen, Psycholog*innen, Therapeut*innen sowie Fachleute aus Gesundheitswesen, Forst, Tourismus, Bildung und Politik nutzten die Veranstaltung, um aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren und Perspektiven für die praktische Anwendung naturbasierter Gesundheitsansätze auszuloten.
Presse
Internationale Forschung zu Wald und Gesundheit am IMC Krems

Für Krems hatte der Kongress auch eine besondere historische Bedeutung: Die International Society of Forest Therapy wurde hier von Heinz Boyer und Horst Klinkmann gegründet. Mit der Rückkehr an ihren Ursprungsort wurde Krems erneut zum Schauplatz des internationalen wissenschaftlichen Austauschs über Wald und Gesundheit.
Wissenschaft trifft gesellschaftliche Relevanz
Das wissenschaftliche Programm umfasste ein breites Themenspektrum – von Forest Therapy für Kinder und Jugendliche und der Bedeutung für die mentale Gesundheit über klinische und therapeutische Ansätze bis hin zu Fragen der wissenschaftlichen Evidenz, Qualitätssicherung und Umsetzung in Gesundheits- und Versorgungssystemen. Auch die Potenziale für Bildung, Tourismus und regionale Entwicklung standen im Fokus. Internationale Keynotes, Fachvorträge und interdisziplinäre Diskussionen verknüpften wissenschaftliche Erkenntnisse mit möglichen Anwendungsfeldern in der Praxis.
„Wald und Gesundheit verbinden wissenschaftliche, gesellschaftliche und regionale Fragestellungen. Darin liegt eine große Chance, denn Forschung kann wichtige Impulse für Gesundheitsversorgung, Prävention, Tourismus und regionale Entwicklung geben. Dass dieser internationale Austausch in Krems stattfindet, ist für uns besonders wertvoll – hier treffen internationale Expertise und regionale Verwurzelung aufeinander und schaffen Raum für neue Perspektiven“, betont Ulrike Prommer, Geschäftsführerin des IMC Krems.
Auch für das IMC Krems ist der Austausch zwischen Forschung und Praxis ein wesentliches Anliegen. „Der ISFT-Kongress bringt internationale Forschungsexpertise nach Krems und schafft Raum für den Austausch über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren praktische Anwendung. Dass Expert*innen aus aller Welt hier zusammenkommen, unterstreicht die Bedeutung unseres Standorts als Ort für internationalen Wissensaustausch und Innovation. Für das IMC Krems ist es besonders wichtig, Forschung nicht nur sichtbar zu machen, sondern den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis aktiv zu fördern“, so Udo Brändle, Geschäftsführer des IMC Krems.
Den Abschluss des Kongresses bildete eine Exkursion in den Heilwald Göttweig, der aus einem Gemeinschaftsprojekt des IMC Krems in Kooperation mit dem Benediktinerstift Göttweig entstanden ist. Der nächste ISFT-Kongress findet 2027 in Südkorea statt und damit erstmals in einem asiatischen Land. Grundlage dafür ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen der ISFT und dem World Forum on Forest Therapy, die im feierlichen Rahmen in Göttweig unterzeichnet wurde.
8th International ISFT Congress