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Internationale Erfahrung in Paris für Management-Studierende

Blended Intensive Programmes am IMC Krems

Internationale Erfahrung zu sammeln gilt als wertvoller Bestandteil im Rahmen eines Studiums und als wichtiger Vorteil für die berufliche Zukunft. Für Studierende, die berufsbegleitend studieren, ist ein längerer Auslandsaufenthalt jedoch oft schwer realisierbar.

Der Master-Studiengang Management am IMC Krems begegnet dieser Herausforderung mit maßgeschneiderten Formaten wie den Blended Intensive Programmes (BIP), die in Kooperation mit internationalen Partnerhochschulen umgesetzt werden. Diese ermöglichen es, berufliche Verpflichtungen mit internationaler Erfahrung zu verbinden.

Studierende des Master-Studiengangs Management
Anfang März nahmen Studierende des Master-Studiengangs Management an einem BIP in Kooperation mit der IAE Paris Est in Frankreich teil.

Anfang März nahmen Studierende des Master-Studiengangs Management an einem BIP in Kooperation mit der IAE Paris Est in Frankreich teil. Anstelle eines gesamten Auslandssemesters absolvierten sie eine einwöchige intensive Präsenzphase in Paris, ergänzt durch virtuelle Vor- und Nachbereitungsphasen. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat und können sich einzelne Lehrveranstaltungen im Studium anrechnen lassen.

Führungskompetenzen durch interaktive Szenarien entwickeln

Das BIP „Tabletop Role Playing Games and Managerial Skills“ konzentrierte sich auf die Entwicklung von Soft Skills im Management. Mithilfe spielbasierter Szenarien setzten sich die Studierenden praxisnah mit realen Managementsituationen wie Führungsverhalten, Verhandlungsführung und Entscheidungsprozessen auseinander.

In internationalen Teams übernahmen sie unterschiedliche Rollen, arbeiteten interkulturell zusammen und bewältigten komplexe Herausforderungen. Dieser praxisorientierte Ansatz schuf eine dynamische Lernumgebung, die über klassische Lehrformate hinausgeht.

Perspektiven der Studierenden: Erfahrung in der Praxis

Paul Kressnik, mit einem Hintergrund in Health-Tech und Medizintechnik, beschrieb die Erfahrung als „eine überraschend realitätsnahe Abbildung von Teamdynamiken“. Die Arbeit in internationalen Gruppen forderte ihn dazu heraus, bewusster zu kommunizieren, Annahmen zu hinterfragen und Entscheidungen unter Druck zu treffen.

Petra Nagl, die ihr Studium mit ihrer Tätigkeit als Radiologietechnologin am Universitätsklinikum Graz kombiniert, war an der Entwicklung eines eigenen Rollenspiels gemeinsam mit Studierenden aus verschiedenen europäischen Ländern beteiligt.

Beide betonen den Mehrwert der Zusammenarbeit in vielfältigen Teams, in denen unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsweisen neue Denkansätze und Lösungswege ermöglichen.

Zentrale Kompetenzen für zukünftige Führungskräfte

Im Rahmen des Programms wurden zentrale Kompetenzen wie Anpassungsfähigkeit, Empathie und aktives Zuhören gestärkt – Fähigkeiten, die für Führungsaufgaben in einer komplexen Arbeitswelt entscheidend sind. Gleichzeitig wurden die Studierenden dazu angeregt, ihre Komfortzone zu verlassen und neue Perspektiven einzunehmen.

Wie Studiengangsleiter Alfred Radauer betont, sind internationale Erfahrung, interkulturelle Kompetenzen sowie die gezielte Entwicklung von Soft Skills entscheidend für zukünftige Führungsrollen. Die curriculare Verankerung solcher Formate stellt daher einen bedeutenden Mehrwert für Studierende dar.

Internationale Erfahrung flexibel im Studium integrieren

Ein wesentliches Merkmal des BIP ist seine Integration in das Curriculum. Studierende können im zweiten Semester wählen, ob sie sich für das Programm bewerben oder die Lehrveranstaltung „Personal Skills Lab“ vor Ort in Krems absolvieren, wobei das BIP entsprechend angerechnet wird.

Darüber hinaus kann das Programm – abhängig von verfügbaren Mitteln – durch Erasmus+ gefördert werden, wodurch die finanzielle Belastung gering bleibt und nur eine kurze Abwesenheit vom Arbeitsplatz erforderlich ist. Als erstes dieser Art im Management-Studium stellt das BIP einen wichtigen Schritt dar, um flexible internationale Lernformate weiter auszubauen und künftig noch mehr Studierenden zugänglich zu machen.

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