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Empowering Leadership als Schlüssel zu nachhaltiger Innovation

IMC Krems-Professorin Sylvia Rohlfer präsentiert internationale Studie auf EURAM 2025

Wie können Unternehmen ihre Innovationskraft im Sinne nachhaltiger Entwicklung stärken?
Dieser Frage ging ein internationales Forschungsteam nach, bestehend aus Prof.(FH) Dipl.-Verwaltungsw. (FH) Sylvia Rohlfer, PhD, M.A. (Institut Business and Innovation, IMC Krems University of Applied Sciences), Prof. Simon Jebsen (University of Southern Denmark) und Prof. Abderrahman Hassi (Al Akhawayn University Ifrane, Marokko).
Die Ergebnisse wurden nun auf der renommierten European Academy of Management Conference (EURAM) 2025 vorgestellt.
 

IMC Krems-Professorin Sylvia Rohlfer (2. v. l.) mit ihren internationalen Forschungskolleg*innen bei der EURAM 2025 – Präsentation ihrer Studie zu Empowering Leadership als Schlüssel nachhaltiger Innovation.

Fokus: Mittleres Management als Innovationstreiber

Die Studie untersuchte über 450 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Marokko – einem Land, das wie viele aufstrebende Volkswirtschaften stark auf Innovationsimpulse aus dem mittleren Management angewiesen ist. Das zentrale Ergebnis: Der Führungsstil der Geschäftsführung beeinflusst maßgeblich, wie innovationsfreudig mittlere Führungskräfte agieren. Besonders wirksam ist dabei das Konzept des Empowering Leadership – ein Führungsansatz, der Verantwortung überträgt, Eigeninitiative fördert und aktives Mitgestalten einfordert.

Zwei zentrale Erkenntnisse für die Praxis

  • Empowerment braucht aktives Zuhören
    Verantwortung zu delegieren reicht nicht aus: Mittlere Führungskräfte müssen das Gefühl haben, gehört zu werden. Nur wenn Ideen, Verbesserungsvorschläge und kritische Stimmen bewusst eingefordert und ernst genommen werden, entstehen Innovationen im Arbeitsalltag.
  • Empowerment wirkt nicht bei allen gleich
    Der positive Effekt entfaltet sich besonders stark bei Führungskräften, die sich mit ihrer Rolle identifizieren und eine kollektivistische Orientierung haben – also das Wohl des Teams über persönliche Interessen stellen.

Relevanz für Unternehmen und Bildung

Die Ergebnisse zeigen: Führungskräfteentwicklung darf kein Gießkannenprinzip sein. Gezieltes Leadership-Training, das auf individuelle Persönlichkeitsmerkmale eingeht, ist entscheidend. Zudem sollten mittlere Führungskräfte nicht nur als Bindeglied zwischen Management und Mitarbeitenden verstanden werden – sondern als strategischer Hebel für Wandel und Nachhaltigkeit.

Fazit

„Mittlere Führungskräfte sind der unterschätzte Motor nachhaltiger Innovation“, betont Sylvia Rohlfer.
Unternehmen, die Empowering Leadership gezielt fördern, gewinnen nicht nur neue Ideen – sie setzen echte Veränderungsprozesse in Gang.
Die Studie unterstreicht damit: Empowering Leadership ist kein „Soft Skill“, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.