Der gesellschaftliche Diskurs rund um Nachhaltigkeit hat sich im letzten Jahr tiefgreifend verändert. Was einst als gesamtgesellschaftlicher Aufbruch galt, ist zunehmend von Unsicherheit und politischen Rückschlägen geprägt. Prof.(FH) Mag. Dr. Jan Grumiller, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement am IMC Krems, analysiert in einem aktuellen Beitrag die Entwicklungen und zeigt auf, warum gerade jetzt gut ausgebildete Nachhaltigkeitsmanager*innen gefragter sind denn je.
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Die Zukunft des Nachhaltigkeitsmanagements

„Nachhaltigkeit ist ein umkämpfter Begriff“, so Grumiller. „Was darunter verstanden wird, ist das Ergebnis gesellschaftlicher Auseinandersetzungen.“ In der öffentlichen Debatte werde Nachhaltigkeit zunehmend gegen Wettbewerbsfähigkeit ausgespielt – ein gefährlicher Trugschluss, wie er betont: „Medial entsteht teilweise der Eindruck: wenn wir uns zu stark auf Nachhaltigkeit fokussieren, dann haben wir am Ende alle weniger. Dabei könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein: Das Ziel ist ein gutes Leben für alle – innerhalb planetarer Grenzen. Hinter diesem Ziel sollen und müssen sich alle vereinen.“
Die vergangenen Jahre hätten einen massiven Bedeutungsgewinn für das Berufsbild der Nachhaltigkeitsmanager*innen gebracht. Neue Regulierungen, etwa im Rahmen des EU Green Deal, hätten das Thema tief in die strategischen Entscheidungsprozesse von Unternehmen und Organisationen integriert. Auch wenn einige dieser Fortschritte derzeit durch politische Initiativen – wie die Omnibus-Initiative – wieder infrage gestellt würden, bleibe der Handlungsbedarf hoch.
Komplexe Herausforderungen erfordern fundierte Ausbildung
Die IMC Krems begegnet diesen Entwicklungen mit einem praxisnahen und interdisziplinären Bildungsangebot. Im Masterstudium Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie dem Bachelorstudium Sustainability Management werden zukünftige Entscheidungsträger*innen gezielt auf die vielfältigen und wachsenden Anforderungen des Nachhaltigkeitsmanagements vorbereitet.
„Wir beobachten, dass sich das Tätigkeitsfeld rasant weiterentwickelt – es wird komplexer, vernetzter, aber auch relevanter“, so Grumiller. „Unsere Absolvent*innen arbeiten heute in unterschiedlichsten Branchen: von Industrie über Consulting bis hin zu NGOs oder der öffentlichen Verwaltung. Die Karrieremöglichkeiten waren nie vielfältiger.“
Zivilgesellschaft als Schlüssel zur Transformation
Trotz der aktuellen politischen Herausforderungen zeigt sich Grumiller optimistisch: „Die materiellen Auswirkungen der Klimakrise sind unübersehbar. Der gesellschaftliche Rückhalt für Umwelt- und Klimaschutz wird langfristig zunehmen.“ Dabei sei eine aktive Zivilgesellschaft ebenso entscheidend wie fundiert ausgebildete Fachkräfte, um den Wandel inklusiv und zukunftsfähig zu gestalten.
Das IMC Krems positioniert sich mit ihren innovativen Studiengängen als zentrale Ausbildungsstätte für die Nachhaltigkeitsexpert*innen von morgen. Wer heute in diesem Bereich studiert, gestaltet aktiv die Zukunft mit – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.