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Was bringt Frauen in Führungspositionen?

IMC Krems-Studie identifiziert entscheidende Erfolgsfaktoren

Best of theses: Abschlussarbeit zeigt, welche Faktoren den Karriereaufstieg von Frauen fördern – und wo Unternehmen wirksam ansetzen können.

Welche Faktoren fördern den Karriereaufstieg von Frauen in Führungspositionen tatsächlich? Dieser Frage widmete sich Doris Schnöpf, BA in ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Unternehmensführung & Digitales Management an der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems (IMC Krems). Im Rahmen einer quantitativen Untersuchung analysierte die Absolventin, welche persönlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen Frauen in Führungspositionen selbst als entscheidend für ihren beruflichen Erfolg bewerten. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für Unternehmen, die weibliche Führungskräfte gezielt fördern und Chancengleichheit nachhaltig stärken möchten.
 

(c) Adobe Stock; Was bringt Frauen in Führungspositionen? Eine Studie von Doris Schnöpf, BA, an der IMC Krems zeigt: Neben Motivation, Selbstvertrauen und beruflichen Netzwerken sind vor allem transparente Karrierewege, unterstützende Führung und eine chancengerechte Unternehmenskultur entscheidend für den Aufstieg von Frauen.

Karriereerfolg braucht persönliche Stärken und förderliche Rahmenbedingungen

Die Untersuchung zeigt, dass Motivation, Selbstvertrauen, Ambition und berufliche Netzwerke wesentliche persönliche Erfolgsfaktoren für den Karriereaufstieg sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass individuelle Kompetenzen allein nicht ausreichen. Besonders wirksam werden transparente Karriere- und Beförderungsprozesse, die Unterstützung durch direkte Führungskräfte und das Top-Management sowie eine Unternehmenskultur bewertet, in der Chancengleichheit strategisch verankert ist.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nachhaltige Frauenförderung dort gelingt, wo individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und organisationale Maßnahmen gezielt zusammenspielen.

Unternehmen können Barrieren aktiv abbauen

Trotz steigender Sensibilität für Gleichstellung erleben viele Frauen auf ihrem Karriereweg nach wie vor strukturelle Hürden. Die Befragten berichten insbesondere von Benachteiligungen bei Gehaltsverhandlungen, im Führungsverhalten von Vorgesetzten sowie von traditionellen Rollenbildern und unbewussten Vorurteilen. Auffallend ist zudem, dass sich Frauen häufig erst dann auf Führungspositionen bewerben, wenn sie nahezu alle Anforderungen erfüllen.
Die Studie zeigt zugleich, dass langfristige strukturelle Maßnahmen von den Befragten als wirksamer eingeschätzt werden als reine Quotenregelungen. Unternehmen können demnach durch transparente Karrierewege, gezielte Förderung und eine wertschätzende Führungskultur einen wesentlichen Beitrag leisten, das Potenzial weiblicher Führungskräfte besser zu nutzen.

Die Bachelorarbeit entstand unter der wissenschaftlichen Betreuung von Prof. (FH) Dr. Doris Berger-Grabner, MA, Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs Unternehmensführung & Digitales Management.
„„Was diese Arbeit besonders macht: Doris Schnöpf lässt Frauen mit Führungserfahrung selbst zu Wort kommen. Deren Erfahrungen sind eindeutig – Benachteiligungen bei Gehaltsverhandlungen, im Führungsverhalten von Vorgesetzten sowie durch traditionelle Rollenbilder und unbewusste Vorurteile ziehen sich wie ein roter Faden durch die Befragung. Genau aus diesen konkreten Erfahrungen leitet die Arbeit Handlungsempfehlungen ab, die Unternehmen wirklich weiterhelfen. So stelle ich mir angewandte Forschung vor.“, betont Prof. (FH) Dr. Doris Berger-Grabner, MA.
 

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