Wie sieht Nachhaltigkeit in der Realität aus? Studierende des Master-Studiengangs Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement am IMC Krems sind dieser Frage im Rahmen einer Exkursionswoche nachgegangen und haben dabei vielfältige Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze gewonnen.
Story
Nachhaltigkeit in der Praxis erleben: Exkursionswoche am IMC Krems

Von Regulierung zu unternehmerischer Praxis
Zum Auftakt standen regulatorische Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen im Fokus. Bei Vöslauer Mineralwasser wurden Themen wie Verpackungsregulierungen, Einwegpfand und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Materialstrategien diskutiert.
Bei NÖM weitete sich der Blick auf Lieferketten, in denen Aspekte wie Markenstrategie, Private Labels und sich verändernde Marktbedingungen eine zentrale Rolle spielen. Bereits hier wurde deutlich, wie eng Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entscheidungen miteinander verknüpft sind.
Kreislaufwirtschaft und Innovation
Im weiteren Verlauf rückten konkrete Lösungsansätze in den Mittelpunkt. Bei Brantner green solutions wurde das Potenzial der Kreislaufwirtschaft greifbar, von innovativen Recyclingprozessen bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Sortierprozessen.
Der Besuch bei der REWE Group zeigte, wie diese Ansätze im großflächigen Handel umgesetzt werden. Themen wie Logistik, Flächennutzung und Lebensmittelverschwendung verdeutlichten die Komplexität nachhaltiger Transformation im Alltag großer Unternehmen.
Globale Perspektiven und langfristige Entwicklungen
Die letzten Stationen erweiterten die Perspektive um internationale und langfristige Fragestellungen. Bei der SAN Group lag der Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement in globalen Wertschöpfungsketten, einschließlich Governance-Themen und begrenzter Einflussmöglichkeiten in komplexen Märkten.
Bei WEB Windenergie AG erhielten die Studierenden Einblicke in die Entwicklung erneuerbarer Energieprojekte. Besonders deutlich wurde dabei die zentrale Rolle langfristiger Planung sowie das Zusammenspiel von regulatorischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren.
Lernen über den Hörsaal hinaus
Ein zentraler Bestandteil der Exkursionswoche ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis. In Gruppen erarbeiten die Studierenden Fallstudien zu ausgewählten Unternehmen und beschäftigen sich mit konkreten aktuellen Herausforderungen. Dieser praxisnahe Zugang stärkt nicht nur das fachliche Verständnis, sondern auch analytische und lösungsorientierte Kompetenzen.
Vielfältige Perspektiven auf Nachhaltigkeit
Jedes Unternehmen bot einen eigenen Blick auf Nachhaltigkeit und zeigte, wie unterschiedlich Herausforderungen und Lösungsansätze sein können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Innovation eine zentrale Rolle spielt, um Wandel aktiv voranzutreiben. Die Exkursionswoche macht sichtbar, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zu verbinden und daraus neue Ansätze zu entwickeln.
Für die Studierenden und Lehrenden sind diese Einblicke besonders wertvoll, da sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch neue Perspektiven eröffnen und dazu inspirieren, nachhaltige Lösungen aktiv mitzugestalten.




