Die Ergebnisse des Mental-Health-Barometers 2025 von Instahelp und Studo bestätigen eine Entwicklung, die auch am IMC Krems seit Längerem sichtbar ist: Die mentale Gesundheit von Studierenden ist belastet. Diese Ergebnisse unterstreichen den Handlungsbedarf für Hochschulen, Politik und Gesellschaft. Das IMC Krems hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und setzt daher bereits seit mehreren Jahren gezielt Maßnahmen zur Unterstützung der mentalen Gesundheit seiner Studierenden um.
Presse
Mentale Gesundheit von Studierenden: Handlungsbedarf bleibt hoch

Konkrete Maßnahmen am IMC Krems
Am IMC Krems wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Initiativen etabliert, um Studierende im Bereich der mentalen Gesundheit zu stärken. So steht unter anderem eine finanzielle Unterstützung für Studierende in psychotherapeutischer Behandlung zur Verfügung. Zusätzlich werden aktuell Mitarbeitende qualifiziert, um als Mental Health Supporter*innen erste Ansprechpersonen zu sein und bei Bedarf gezielt an passende Angebote weiterzuverweisen.
Darüber hinaus stellen wir niederschwellige Informationsangebote zu Themen wie Prüfungsangst, Stressbewältigung, Einsamkeit und Burnoutprävention zur Verfügung – auch mit Blick auf eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Lehre. Diese Angebote sind auf einer eigenen Intranet-Seite gebündelt und orientieren sich an den Säulen „Connect and be kind“, „Keep active“, „Take time out“, „Take notice and be mindful“ und „Talk about it“.
Mentale Gesundheit als strukturelles Thema
Das IMC Krems hat mentale Gesundheit als Jahresthema 2025/26 des Beirates Gender & Diversity gewählt. Damit wird deutlich, dass mentale Gesundheit eng mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Sicherheit und Chancengleichheit verbunden ist.
„Mentale Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Studieren“, sagt Ulrike Prommer, CEO. „Wir haben gezielt Initiativen umgesetzt und finanzielle Mittel bereitgestellt. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Bedarf rasch steigt und zusätzliche öffentliche Ressourcen notwendig sind, um mehr Therapieplätze und eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen.
Auch Victoria Englmaier, Gender & Diversity Officer, betont die strukturelle Dimension: „Mentale Gesundheit muss weiter enttabuisiert werden. Zwar sind weibliche Studierende besonders betroffen, doch auch Männer und internationale Studierende erleben hohe Belastungen, verstärkt durch aktuelle Weltgeschehnisse. Deshalb muss mentale Gesundheit stets aus einer Gender- und Diversitätsperspektive und als strukturelles Thema gedacht werden.“
Mehr Unterstützung notwendig
So wichtig hochschulinterne Maßnahmen sind, sie können den steigenden Bedarf nicht allein abdecken. Die hohe Bereitschaft von Studierenden, Hilfe in Anspruch zu nehmen, trifft auf begrenzte Versorgungsangebote. Der Ausbau leistbarer Therapieplätze und zusätzlicher finanzieller Ressourcen bleibt daher zentral, um Studierende langfristig wirksam zu unterstützen.