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„leichtgekocht.at“: Ergotherapie-Projekt des IMC Krems gewinnt 1. Platz bei Fachtagung von Ergotherapie Austria

Die österreichische Küche ist ein wichtiges Stück gelebter Kultur – vielfältig, traditionsreich und emotional verankert. Mit dem Projekt „leichtgekocht.at“ verbindet der Studiengang Ergotherapie am IMC Krems diese kulinarische Tradition mit Inklusion, Leichter Sprache und ergotherapeutischer Expertise.

Leicht gekocht - Preis
Marion Hackl, Präsidentin von Ergotherapie Austria mit den Preisträgerinnen Samantha Molinas und Diana Kronbichler.

Für dieses innovative Lehr- und Praxisprojekt wurden die Studierenden Samantha Molinas und Diana Kronbichler (6. Semester) bei der Fachtagung von Ergotherapie Austria mit dem 1. Platz im Posterwettbewerb ausgezeichnet.
Initiiert und geleitet wurde das Projekt von Larisa Baciu, Ergotherapeutin und Lehrende am IMC Krems. Ausgangspunkt war eine Beobachtung aus der beruflichen Praxis: Viele betreute Personen wünschen sich vertraute österreichische Gerichte, während Betreuungspersonen mit anderer Muttersprache bei traditionellen Rezepten häufig mit sprachlichen und praktischen Hürden konfrontiert sind. Daraus entstand die Idee eines digitalen Kochportals, das österreichische Rezepte in Leichter Sprache zugänglich macht und damit Selbstständigkeit, Teilhabe und Handlungskompetenz fördert.

Ergotherapeutische Aktivitätsanalyse

Im Zentrum von „leichtgekocht.at“ steht die ergotherapeutische Aktivitätsanalyse. Studierende lernen, komplexe Handlungen systematisch in verständliche Einzelschritte zu gliedern – ein Prinzip, das hier auf das Kochen angewendet wurde. So entstanden klar strukturierte, praxisnahe Rezepte, ergänzt durch hilfreiche Tipps und alltagstaugliche Hinweise, die eine echte „Geling-Garantie“ bieten und Freude am Kochen vermitteln.
Für die Studierenden war das Projekt weit mehr als eine Lehrveranstaltung: Sie setzten sich intensiv mit den Prinzipien der Leichten Sprache auseinander und verbanden fachliches Lernen mit gesellschaftlicher Verantwortung. „Unsere Studierenden haben nicht nur Rezepte geschrieben, sondern Brücken gebaut – zwischen Kulturen, Sprachen und Lebenswelten“, betont Christine Spevak-Grossi, Lehrende im Studiengang Ergotherapie.
Auch Studiengangsleiterin Barbara Prinz-Buchberger unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „‚leichtgekocht.at‘ steht sinnbildlich für das Selbstverständnis der Ergotherapie – Selbstständigkeit fördern, Teilhabe ermöglichen und Lebensqualität im Alltag stärken.“
Die Prämierung bei der Fachtagung von Ergotherapie Austria bestätigt die hohe fachliche Qualität und den Praxisbezug des Projekts.
Das Projekt „leichtgekocht.at“ wurde in Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung des IMC Krems professionell umgesetzt und ist ein Beispiel für innovative, inklusive Hochschullehre mit nachhaltiger gesellschaftlicher Wirkung.