Die internationale Vernetzungsveranstaltung brachte führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Industrieexpertinnen und -experten sowie Studierende zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse und Anwendungen in der Biomedizin zu diskutieren. Studierende, Alumni und Lehrende profitierten dabei insbesondere vom intensiven Austausch sowie von den vielfältigen Kontakten zu Industrie und internationalen Partneruniversitäten.
Presse
Internationale Forschung und Vernetzung im Fokus: Life Science Meeting 2026 am IMC Krems

PhD-Tag stärkt wissenschaftlichen Nachwuchs
Der Auftakt des Life Science Meetings erfolgte bereits am 21. April mit einem eigenen PhD-Tag, der in Kooperation mit der Universität für Weiterbildung Krems und der Medizinischen Universität Wien durchgeführt wurde. Doktorandinnen und Doktoranden präsentierten ihre Forschungsprojekte und in der darauffolgenden Diskussionsrunde beantworteten sie Fragen von Studierenden über Herausforderungen, Erkenntnisse und den Alltag in der Wissenschaft.
Fokus auf Therapie-Delivery und OMICS-Technologien
Ein zentrales Thema des diesjährigen Life Science Meetings war die Frage, wie moderne Therapien effizient und gezielt an ihren Wirkort gelangen. Fortschritte in Bereichen wie RNA-basierte Therapien, Geneditierung mittels CRISPR, CAR-T-Zelltechnologien und Stammzellforschung haben in den vergangenen Jahren zu bedeutenden Durchbrüchen geführt, insbesondere in der Krebsforschung. Gleichzeitig rückt die Entwicklung geeigneter Delivery-Strategien zunehmend in den Fokus der biomedizinischen Forschung.
Christoph Metzner, Studiengangsleiter des Master-Studiengangs Medical and Pharmaceutical Biotechnology am IMC Krems, betonte die zentrale Rolle dieser Fragestellung: Trotz großer Fortschritte in der Entwicklung innovativer Therapien bleibe die effiziente und zielgerichtete Verabreichung eine der größten Herausforderungen. Insbesondere nicht-virale, nanopartikuläre Systeme wie extrazelluläre Vesikel und Lipidnanopartikel bieten hier vielversprechende Ansätze, um Therapien präzise an erkrankte Gewebe zu bringen und Nebenwirkungen zu minimieren.
Ergänzend dazu spielten auch OMICS-Technologien eine wichtige Rolle im Programm. Sie ermöglichen tiefgreifende Einblicke in biologische Systeme und bilden eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung personalisierter und datengetriebener Therapieansätze.
Der berufsbegleitende Master-Studiengang OMICS Technologies and Data Science in Biomedicine am IMC Krems unter der Leitung von Andreas Lackner knüpft an diese Inhalte an. Die Studierenden profitieren von der Expertise der IMC-Lehrenden und -Forschenden sowie von externen Lehrenden und dem Pharma- und Biotech-Netzwerk des IMC-Forschungsinstituts Krems Bioanalytics. So entsteht eine wertvolle Verbindung zwischen Forschung, Lehre und Industrie.
Internationale Expertise und hochkarätige Keynotes
Ein besonderes Highlight des Life Science Meetings 2026 war die Keynote von Jan Lötvall, Professor an der University of Gothenburg in Göteborg, Schweden. In seinem Vortrag „Das Immunsystem mit Medikamenten auf Basis extrazellulärer Vesikel gezielt beeinflussen“ zeigte er, welches Potenzial diese lange unterschätzten Strukturen für die moderne Medizin haben. Heute gelten sie als vielversprechende Werkzeuge für therapeutische Anwendungen, von der regenerativen Medizin bis hin zur Tumortherapie, und eröffnen neue Wege für innovative RNA-basierte Behandlungsansätze.
Darüber hinaus präsentierten zahlreiche internationale Expertinnen und Experten aktuelle Forschungsergebnisse. Insgesamt 13 Vertreterinnen und Vertreter von internationalen Universitäten sowie zahlreiche Unternehmensvertreterinnen und -vertreter unterstrichen in ihren Vorträgen die globale Ausrichtung des Life Science Meetings und boten den Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur internationalen Vernetzung.
Neben dem IMC Krems nahmen zwei weitere Mitglieder der UP University1 am Life Science Meeting teil: Susanna Bodoy vom Biosciences Department der University of Vic in Spanien (Central University of Catalonia) sprach über „Aminosäuretransport und Hämatopoese: Erkenntnisse aus der Funktion von Slc7a7“. Elia Bari vom Department of Pharmaceutical Sciences der University of Piemonte Orientale in Novara, Italien, hielt den Vortrag „Von der Wirkstoffabgabe bis zur Immunumlenkung: Seidenfibroin-Nanopartikel als vielseitige biomedizinische Plattform“.
(1) Die UP University vereint 11 Hochschulen aus ganz Europa zu einem dynamischen Netzwerk, das sich der Bildung, Forschung und dem Wissensaustausch verschrieben hat.
Alumni als Brücke in die Industrie
Die starke Einbindung von Alumni stellte erneut einen besonderen Mehrwert des Life Science Meetings dar. Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen des IMC Krems, die heute in der internationalen Biotechnologie- und Pharmaindustrie tätig sind, kehrten als Vortragende oder Teilnehmende zurück. Sie fungieren als wichtige Schnittstelle zwischen Hochschule und Praxis und zeigten aktuelle Karrierewege auf. So profitieren aktuelle Studierende von wertvollen Einblicken, Kontakten und Networking-Möglichkeiten.
Vorbilder wie die IMC-Absolventin Theresa Auer, Head of Compliance and Inspections und Deputy Head of Quality Assurance bei Octapharma, verdeutlichen, wie die praxisnahe Hochschul-Ausbildung am IMC Krems den Einstieg in erfolgreiche internationale Karrieren in der Biotechnologie ermöglicht.
Internationale Kooperationen weiter ausgebaut
Das Life Science Meeting 2026 unterstrich einmal mehr die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Der kontinuierliche Ausbau von Partnerschaften mit internationalen Hochschulen, etwa durch Austauschprogramme und Double-Degree-Angebote, stärkt die globale Vernetzung des IMC Krems nachhaltig und schafft zusätzliche Perspektiven für Studierende und Forschende.
Positive Resonanz
„Das diesjährige Life Science Meeting am IMC Krems zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch sich die biomedizinische Forschung weiterentwickelt, insbesondere im Spannungsfeld zwischen innovativen Therapien und deren Anwendung. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung Jahr für Jahr eine zentrale Plattform für internationalen Austausch, neue Kooperationen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, resümiert Harald Hundsberger, Leiter des Instituts Biotechnologie und Studiengangsleiter des Bachelor-Studiengangs Medical and Pharmaceutical Biotechnology am IMC Krems.
„Mit der erfolgreichen Durchführung des Life Science Meetings 2026 festigt das IMC Krems seine Rolle als international vernetzter Hochschulstandort und als wichtiger Impulsgeber für die Zukunft der Biotechnologie“, bekräftigt Ulrike Prommer, Vorsitzende der Hochschulleitung und Geschäftsführerin des IMC Krems.

