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From Paris with wine love

Neue Wege im Weinmarketing – das Team von International Wine Business zeigt, wie’s gehen kann.

Neue Wege im Wein- und Getränkemarketing? Führen IMC-Studierende manchmal direkt nach Paris. Im Studiengang International Wine Business heißt es dabei hands-on. Besonders in den Marketingfächern, wo Lektor Chris Sciacca zeigt, wie man mit neuen Formaten andere Zielgruppen für den österreichischen Wein erreicht.

Bestes Beispiel: sein Le Austrian Wine Pop Up während der Wine Paris. Das organisierte Chris Sciacca Anfang 2026 zum zweiten Mal – die Studierenden Anna-Lena Weigand und Laetitia Ferraton waren live dabei. Und begeistert: „Viele österreichische Winzerinnen und Winzer kamen zu uns ins Pop-up – das war toll fürs Networking.“

Chris Sciacca
IMC-Lektor Chris Sciacca zeigt, wie man mit neuen Formaten andere Zielgruppen für den österreichischen Wein erreicht. Fotocredit: © IMC Krems/Pamela Schmatz

Die Idee in wenigen Worten: Die Studierenden verwandelten ein Pariser Café für drei Wochen in einen Weinshop – immer in den Abendstunden. Die Weine von über 50 verschiedenen österreichischen Weingütern schenkten sie kostenlos zum Probieren aus. Eine Investition, die sich bezahlt machte. Über 10.000 Euro an Umsatz wurden durch den Verkauf von insgesamt 413 Weinflaschen erzielt – mit einem Durchschnittspreis von 25 Euro pro Flasche ein herausragendes Ergebnis.

Auch viele Kontakte wurden geknüpft: „Ich konnte österreichische Winzer mit internationalen Händlern vernetzen. Und auch für die Association of Austrians in Paris exportieren wir nun österreichischen Wein direkt in die französische Hauptstadt“, freut sich Chris Sciacca. Viele Top-Kontakte befanden sich unter den Gästen, unter anderem Mitglieder der Österreichischen Botschaft, der Wirtschaftskammer Österreich und des Österreich Tourismus.

Maximal viel mitnehmen vom Studium

Wein verkaufen, mitten in Paris. Es sind besondere Erfahrungen wie diese, von denen auch die Studierenden profitieren. Französisch sprechen Laetitia Ferraton und Anna-Lena Weigand ohnehin fließend dank ihrer Zeit in Bordeaux – beide absolvieren das Double Degree und schließen sowohl am IMC Krems als auch an der Kedge Business School in Frankreich ab. „Der internationale Aspekt, der macht’s für mich aus. Außerdem wollte ich etwas Wirtschaftliches studieren, aber eben auch etwas sehr Praktisches. Deshalb habe ich mich für International Wine Business entschieden“, erzählt Laetitia Ferraton.

Hands-on heißt es auch in den eigenen Social Media-Kanälen – Anna-Lena Weigand verpackt ihr Weinwissen in ihren Content auf Instagram. „Ich will meiner Generation zeigen, wie toll Wein sein kann – dabei kombiniere ich Wein mit Kochen. Viele junge Menschen haben da keine Verbindung zu den Themen, das will ich ändern.“

Budburst Agency: reale Projekte für regionale Weingüter

Ab in die Praxis. Das Motto gilt auch in der Budburst Agency am IMC. Die studentengeführte Agentur ist ein Teil der Marketingausbildung im Rahmen des International Wine Business-Studiums. Von der Marktforschung bis zur Produktentwicklung: Chris Sciacca gestaltet dabei mit den Studierenden reale Projekte für Weingüter in der Region, zum Beispiel für den Urbanihof, das Weingut Feldtheorie und das Weingut Christoph Hoch. „Egal ob Etikett-Design oder verschiedene Flaschengrößen – wir testen in der Budburst Agency, wie’s in der Zielgruppe ankommt“, erzählt Chris Sciacca, der im Nebenerwerb selbst Winzer ist.

Früher im Marketing in der Tech-Industrie, hat es den Amerikaner vor einigen Jahren nach Europa verschlagen. Am IMC Krems studierte er selbst vor einigen Jahren International Wine Business – und gründete nebenbei sein Weingut Kapitel Zwei Wine.

Er selbst setzt übrigens auf Halbliterflaschen. Einmal Marketingmensch, immer Marketingmensch. „Ich habe mir angesehen, warum junge Menschen heute weniger Wein trinken. Einer davon ist: Sie wollen nicht 40 Euro für eine Flasche ausgeben, die sie dann nicht einmal austrinken. Deshalb fülle ich meinen Wein in kleinere Flaschen, die eigentlich für Olivenöl gedacht sind.“

Dinge einen Tick anders zu machen, neue Wege zu gehen. Das lernt man in International Wine Business. In Krems, Bordeaux, Paris – und überall dort, wo es die IMC-Studierenden noch hinzieht.

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