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Die Zukunft des Gesundheitswesens beginnt mit interprofessioneller Zusammenarbeit

Interprofessionelle Fallarbeit: 350 Studierende, 7 Gesundheitsberufe, 1 gemeinsames Ziel

Wie funktioniert erfolgreiche Zusammenarbeit im Gesundheitswesen wirklich? Letzte Woche begrüßte das IMC Krems rund 350 Studierende aus 7 unterschiedlichen Gesundheitsberufen, die dieser Frage im Rahmen der eintägigen Lehrveranstaltung „interprofessionelle Fallarbeit“ nachgingen. Gemeinsam mit Studierenden der Karl Landsteiner (KL) Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften entwickelten sie patientenzentrierte Lösungen in interprofessionellen Teams und erlebten aus erster Hand, warum die Zusammenarbeit über Berufsgrenzen hinweg, in der modernen Gesundheitsversorgung, essenziell ist.

Die Vortragenden der Interprofessionellen Fallarbeit
Studierende der Bachelor-Studiengänge Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen, Musiktherapie und Physiotherapie am IMC Krems arbeiteten gemeinsam mit Studierenden aus Humanmedizin und Psychologie der KL Privatuniversität an praxisnahen Aufgabenstellungen.

Studierende der Bachelor-Studiengänge Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen, Musiktherapie und Physiotherapie am IMC Krems arbeiteten gemeinsam mit Studierenden aus Humanmedizin und Psychologie der KL Privatuniversität an praxisnahen Aufgabenstellungen. Ziel war es, das Bewusstsein für interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken und ganzheitliche Behandlungsansätze für komplexe Patientinnenfälle und Patientenfälle zu entwickeln.

Interprofessionelles Lernen in der Praxis

Mithilfe eines dynamischen Gruppenzuteilungsmodells wurden die Teilnehmenden in interprofessionelle Kleingruppen eingeteilt. So entstand ein authentisches Lernumfeld, in dem Studierende unterschiedliche Perspektiven austauschten, berufliche Verantwortlichkeiten diskutierten und gemeinsame Ansätze für die Versorgung von Patientinnen und Patienten entwickelten.

Der Tag umfasste Vorstellungsrunden, moderierte Diskussionen sowie Reflexionen über die unterschiedlichen Berufsrollen im österreichischen Gesundheitssystem.

Realistische Fälle mit Unterstützung durch KI

Eines der Highlights der Lehrveranstaltung war die gemeinsame Analyse realitätsnaher Patientinnenfälle bzw. Patientenfälle. Die Studierenden führten KI-gestützte interprofessionelle Anamnesegespräche (Chatbots) und entwickelten darauf aufbauend gemeinsame Behandlungsstrategien.

Die interprofessionellen Teams identifizierten zentrale Herausforderungen, definierten patientenzentrierte Ziele und diskutierten, welche Maßnahmen interprofessionelle Zusammenarbeit erfordern. Die Studierenden dokumentierten ihre Ergebnisse mithilfe von Mindmaps und Powerpointpräsentationen, die auf der Plattform Padlet gesammelt wurden.

Zum Abschluss des Tages stellten vier, zufällig ausgewählte, Gruppen ihre Ausarbeitungen im Rahmen einer Plenarsession vor, welche mit den Lehrenden und Mitstudierenden diskutiert wurden.

Zusammenarbeit stärken für die Gesundheitsberufe von morgen

Im Fokus der Lehrveranstaltung standen nicht nur klinische Entscheidungsprozesse, sondern auch Kommunikation, Teamarbeit und Reflexion. Die Studierenden erhielten wertvolle Einblicke in die Perspektiven und Arbeitsweisen anderer Gesundheitsberufe und stärkten gleichzeitig Kompetenzen, die für die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen essenziell sind.

Zum Lehrendenteam des IMC Krems gehörten Christian Paumann (Physiotherapie), Patrick Simon (Musiktherapie), Ulrike Schuster (Hebammen), Markus Widhalm (Gesundheits- und Krankenpflege) und Larisa Baciu (Ergotherapie). Von der KL Universität unterstützten Simone Nemeth und Georg Frank (Humanmedizin) das interdisziplinäre Lehrformat.

Internationaler Austausch in der interprofessionellen Ausbildung

Die Veranstaltung begrüßte außerdem Mareike Sommer, Koordinatorin für interprofessionelle Lehre an der Hochschule Fulda sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Marburg, die die Lehrveranstaltung als Beobachterin begleitete. Ihr Besuch unterstrich die internationale Relevanz interprofessioneller Lehrformate und förderte den akademischen Austausch im Bereich Gesundheitsbildung.

Warum interprofessionelle Zusammenarbeit wichtig ist

Gesundheitssysteme werden zunehmend komplexer und erfordern eine enge Zusammenarbeit über Berufsgrenzen hinweg. Lehrformate wie „interprofessionelle Fallarbeit“ bereiten Studierende bereits frühzeitig auf diese Realität vor.

Indem sie miteinander und voneinander lernen, stärken angehende Gesundheitsfachkräfte ihre Kommunikationsfähigkeiten, ihr vernetztes Denken und patientenzentrierte Ansätze – Kompetenzen, die für die moderne Gesundheitsversorgung unverzichtbar sind.